Wo wird ein Dydoe gestochen?
Ein Dydoe wird am Penis gestochen. Genauer gesagt: Durch den Wulst / Rand der Eichel (Korona). Eine Darstellung:

Was sind die Voraussetzungen / Risiken / Nebenwirkungen?
1. Der Träger dieses Piercings sollte beschnitten sein, denn die vorhandene Vorhaut kann auf die gepiercte
Stelle drücken, was den Heilungsprozeß verschlechtert und ein unangenehmes Gefühl gibt.
2. Das Dydoe erhöht die Empfindlichkeit der Eichel.
3. Meistens werden Dydoes beidseitig getragen ( "10.30 Uhr und 1.30 Uhr")
4. Das Piercing kann nur gestochen werden, wenn der Eichelrand ausgeprägt genug ist.
5. Die Abheilzeit kann bis zur vollständigen Abheilung bis zu 3 Monaten betragen.
6. Dieses Piercing neigt gerne dazu, herauszuwachsen.
Welcher Schmuck wird verwendet?
Drahtstärke mindestens 1,6 mm; bevorzugt Barbells weil diese sich im Gegensatz zu Ringen nicht zu sehr bewegen;
auch gebogene Barbells (Bananas);
Als Ersteinsatz kommt natürlich nur nicht eingefärbtes Titan in Frage.
Ebenfalls sind Stäbe aus PTFE sehr angenehm zu tragen, da sie sich dem Körper und damit dem Stichkanal
anpassen.
Die Länge des Barbells richtet sich nach der Anatomie und wird individuell festgelegt.
Welche Komplikationen können auftreten?
Da bei einem Dydoe (im Gegensatz zum Ampallang und Apadravya) nicht die Gefahr besteht, versehentlich die Schwellkörper zu ewrischen, besteht
von der Seite her keine Gefahr von zu großen Blutungen bzw. Verlust der Erektionsfähigkeit.
Erkenntnisse eines amerikanischen Piercing-Studios liegen vor, die feststellen mussten, dass irreparable Schäden
an der gepiercen Stelle auftraten. Jedoch wurde dies bisher (meines Wissens) nicht bestätigt. Führt das
Piercen ein(e) professionelle(r) Piercer(in) durch, sollten keine Schwierigkeiten auftauchen.
Wie war der 'Aua'-Faktor?
Der Piercing-Vorgang selbst tat kaum weh; er fühlte sich eher an, wie ein unangenehmes Kratzen (so ähnlich,
wenn man mit dem Fingernagel über die Haut kratzt, wenn einem der Arm 'eingeschlafen' ist). Nur als die Nadel
oben wieder ausgetreten ist, spürte ich ein ganz kurzes Pieksen. Fazit: Man(n) kanns überstehen;